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Engel in Filmen.

     

Eine wichtige Romanverfilmung

Walter Matthias Diggelmann (1927-1979) galt in den sechziger und siebziger Jahren neben Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt als bekanntester Autor der Schweiz. Obwohl er stets von den eigenen Erfahrungen ausging und im Grunde immer nur über sich selber schrieb, geriet er tief in die ideologischen Auseinandersetzungen seiner Zeit und sorgte mit seinen Büchern immer wieder für hitzige politische Debatten.

Unehelich geboren und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, fühlte er sich zeitlebens als Aussenseiter und setzte sich, wo immer er konnte, für jene ein, die sich selbst nicht wehren konnten. Doch der politische Kämpfer ist vom Erzähler nicht zu trennen. Schreibend hat sich Diggelmann seinen Platz in der Gesellschaft erobert. Leben und Schreiben waren für ihn eins und kannten beide nur das eine Ziel, die eine Sehnsucht: sich selbst zu finden, sich selbst zu erfinden, so lange, bis die tödliche Krankheit ihn zum Verstummen brachte.

Sunvision Film- und Werbeatelier Basel entwickelt zur Zeit mit den Autoren Alex Martin und Marion Reichert ein Drehbuch nach Diggelmanns bekanntestem Roman, "Das Verhör des Harry Wind". Als Regisseur werde ich mich bald sehr konkret mit dem Projekt auseinandersetzen müssen. Nach "Anjas Engel" eine willkommene Abwechslung, spielt der Roman doch zum grössten Teil in einem Verhörzimmer und ist eigentlich nichts anderes als ein Gespräch zwischen zwei Menschen, Harry Wind und dem Kommissär Rappold. Mehr davon bald auf diesem Kanal.

 

 

 

Das Buch
Die Werkausgabe bei edition8

Der letzte Liebesdienst
WoZ-Artikel

Wikipedia-Eintrag
Walter M. Diggelmann bei der deutschen Ausgabe von Wikipedia

     
     
   
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